Rotklee

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Es wird in Wiesen- und in Ackerrotklee unterschieden. Der Wiesenrotklee wächst niedrig, hat wenige Blätter, ist langlebig und hat eine frühe Blütezeit. Der Ackerrotklee verfügt über mehr Blätter und ist hochwüchsiger. Des Weiteren ist er eher einjährig. Es gibt beim Ackerrotklee die verbreitete Frühkleevariante und die in Berglandschaften zu findene Spätkleevariante. Sie hat eine langsamere Entwicklungszeit und ist langlebiger.

Einsatz als Futterpflanze
Rotklee ist ein guter Lieferant für Eiweiß, Fett und Stärke. Er ist daher ein hochwertiges Futtermittel, welches durch die Tiere auch sehr gern gefressen wird. Ähnliche Pflanzen können keinen gleichwertigen Futterwert aufzeigen und verfügen auch nicht über ein solch gutes Anpassungsvermögen. Rotklee wird daher gemischt mit anderen Gräsern und Wiesenkräutern in getrockneter Form als Grünfutter für Schafe und Rinder eingesetzt.

Rotklee zur Gründüngung
Rotklee verfügt über die Eigenschaft, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und mit Hilfe von Knöllchenbakterien, in den Wurzeln zu binden zu können. Auch andere Nährstoffe werden durch die Wurzeln gespeichert und verbessern so das Bodenleben. Auch eine Erosion des Bodens wird verhindert. Die meisten Nährstoffe sind zur Vollblüte an den Wurzeln gebunden. Der Umbruch des Klees zur Gründüngung erfolgt daher grundsätzlich zum Herbst des zweiten Nutzungsjahres.

Rotklee als Glied der Fruchtfolge
Der Anbau verschiedener Pflanzen in zeitlicher Abfolge vermindert das Risiko von Schädlingen und Krankheiten. Im Vergleich zu einer Monokultur wird der Boden bei verschiedenen Fruchtfolgen nicht so stark ausgelaugt. Da Rotklee in der Lage ist, Nährstoffe im Boden zu binden, wird er bereits seit dem achtzehnten Jahrhundert erfolgreich als Glied in der Fruchtfolge eingesetzt.