Im allgemeinen unterscheidet man Wiesenrotklee vom Ackerrotklee. Der Wiesenrotklee bleibt niedrig, ist blätterarm, blüht früh und ist langlebig. Im Gegensatz dazu hat Ackerrotklee mehr Blätter, ist hochwüchsig und selten mehrjährig. Beim Ackerrotklee unterscheidet man weiters Frühklee, die verbreitetere Variante, vom Spätklee, der langsamer entwickelt, langlebig und eher im Bergland zu finden ist.

Rotklee als Futterpflanze
In der Landwirtschaft wird Rotklee für dreierlei Dinge genutzt. Zum einen dient er im getrockneten Zustand - vermischt mit Gras, Wiesenkräutern und ähnlichem - als Grünfutter für Rinder und Schafe, weil er viel Eiweiß, Stärke und Fett enthält. Rotklee ist ein hochwertiges, gern gefressenes Futter. Andere kleeartigen Pflanzen bleiben im Anpassungsvermögen, Ertrag bzw. Futterwert zurück.

Rotklee zur Gründüngung
Die Pflanzen werden in den Boden eingearbeitet, um das Bodenleben zu unterstützen und der Bodenerosion entgegenzuwirken. Die kräftige mit zahlreichen Nebenwurzeln verästelte Pfahlwurzel speichert viele Nährstoffe. Rotklee dient hierbei besonders als Stickstofflieferant. Die Anreicherung des Bodens mit diesem wichtigen Pflanzennährstoff erfolgt mit Hilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln, die den Stickstoff binden.
Bei Vollblüte sind die meisten Nährstoffe vorhanden. Rotklee wird vorzugsweise im Herbst des zweiten, also des Hauptnutzungsjahres umgebrochen.

Rotklee als Glied der Fruchtfolge
Rotklee fördert die Bodenstruktur und das Bodenleben, indem er den Boden mit Stickstoffdünger anreichert, den er mit Hilfe von Bakterien an seinen Wurzeln aus der Luft gewinnt. Dies kommt nicht nur der Gründüngung zugute. Monokulturen schaffen einen ausgelaugten, nährstoffarmen Boden. Daher werden auf ein und demselben Feld in zeitlicher Aufeinanderfolge unterschiedliche Kulturpflanzen angebaut. So kann die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheitserregern verringert werden. Futterpflanzen wie Rotklee sind hierfür schon seit dem 18. Jahrhundert im Einsatz.