Eine große Bedeutung kommt jenen Phytoöstrogenen zu, die Isoflavone genannt werden und in verschiedenen Bohnensorten, Getreide, Nüssen, Soja und eben Rotklee enthalten sind. Ihr positiver Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden ist schon lange bekannt. Besonders umfassend sind die Studien rund um Soja, das ja bekanntlich in der asiatischen Ernährung weit verbreitet ist. Mit Rotklee ist ein heimischer Lieferant von Isoflavonen entdeckt worden, dessen Extrakt mit dem richtigen Kultivierungs- und Herstellungsverfahren um ein vielfaches reicher an Isoflavonen und auch verträglicher ist als andere pflanzliche Extrakte.
Durch die Forschungen einer australischen Arbeitsgruppe wurde bereits 1946 bekannt, dass Weidetiere, die mit Klee gefüttert wurden, Fruchtbarkeitsstörungen aufweisen. So wurde man erstmals auf die mögliche östrogene Wirkung des Rotklees aufmerksam und verschiedene Studien folgten.

Abhängig von der Kleeart, dem Erntezeitpunkt und den klimatischen, geologischen und geographischen Bedingungen enthält Rotklee unterschiedliche Konzentrationen an Inhaltsstoffen.

In der frischen Pflanze liegen die Isoflavone ausschließlich im gelösten Zustand im Zellverband vor. Wird also die frische Pflanze oder die Silage verfüttert, können bei einer Verweildauer des Magenbreis von 1-3 Tagen im Magen von Wiederkäuern und unter Einfluß der im Pansen vorhanden Bakterien, die Pflanzenzellen aufgeschlossen und die löslichen Isoflavone freigesetzt und mikrobiell gespalten werden, um dann resorbiert zu werden.

Verschiedene Faktoren schließen die Anwendung von Rotklee als Frischpflanze bzw. als getrocknete Droge beim Menschen aus. Die Abwesenheit von entsprechenden Verdauungsenzymen (Cellulasen) und einer dem Wiederkäuer vergleichbaren Mikroflora, die in der Lage ist, die Zellwand aufzuschließen und die weit kürzere Verweildauer des Speisebreis im Magen, schließen eine Freisetzung der Isoflavone aus dem Zellverband und damit eine Resorption aus. Eine Extraktion der getrockneten Droge ist daher aus verschiedenen Gründen sinnvoll.
 

•  Isoflavone werden aus dem Zellverband herausgelöst und können resorbiert werden
•  eine Standardisierung ist möglich und damit die Gewährleistung gleichbleibender Effekte und gleichbleibender Dosierung.
•  der Extrakt enthält immer noch die wesentlichen Pflanzeninhaltsstoffe, die die Bioverfügbarkeit der Isoflavone erhöhen und ist somit nur von Zellwandbestandteilen befreit.
 
Im Rotklee nehmen die Isoflavone Genistein, Daidzein, Biochanin A und Formononetin die pharmakologisch wichtigste Stellung ein.
In internationalen Studien konnte eine empfehlenswerte mittlere Tagesdosis von 40 mg ermittelt werden.