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Eine große Bedeutung kommt jenen Phytoöstrogenen zu, die Isoflavone
genannt werden und in verschiedenen Bohnensorten, Getreide, Nüssen,
Soja und eben Rotklee enthalten sind. Ihr positiver Einfluss auf das allgemeine
Wohlbefinden ist schon lange bekannt. Besonders umfassend sind die Studien
rund um Soja, das ja bekanntlich in der asiatischen Ernährung weit
verbreitet ist. Mit Rotklee ist ein heimischer Lieferant von Isoflavonen
entdeckt worden, dessen Extrakt mit dem richtigen Kultivierungs- und Herstellungsverfahren
um ein vielfaches reicher an Isoflavonen und auch verträglicher ist
als andere pflanzliche Extrakte. Abhängig von der Kleeart, dem Erntezeitpunkt und den klimatischen, geologischen und geographischen Bedingungen enthält Rotklee unterschiedliche Konzentrationen an Inhaltsstoffen. In der frischen Pflanze liegen die Isoflavone ausschließlich im gelösten Zustand im Zellverband vor. Wird also die frische Pflanze oder die Silage verfüttert, können bei einer Verweildauer des Magenbreis von 1-3 Tagen im Magen von Wiederkäuern und unter Einfluß der im Pansen vorhanden Bakterien, die Pflanzenzellen aufgeschlossen und die löslichen Isoflavone freigesetzt und mikrobiell gespalten werden, um dann resorbiert zu werden. Verschiedene Faktoren schließen die Anwendung von Rotklee als Frischpflanze
bzw. als getrocknete Droge beim Menschen aus. Die Abwesenheit von entsprechenden
Verdauungsenzymen (Cellulasen) und einer dem Wiederkäuer vergleichbaren
Mikroflora, die in der Lage ist, die Zellwand aufzuschließen und
die weit kürzere Verweildauer des Speisebreis im Magen, schließen
eine Freisetzung der Isoflavone aus dem Zellverband und damit eine Resorption
aus. Eine Extraktion der getrockneten Droge ist daher aus verschiedenen
Gründen sinnvoll. |
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| Im Rotklee nehmen die Isoflavone Genistein,
Daidzein, Biochanin A und Formononetin die pharmakologisch wichtigste Stellung
ein. In internationalen Studien konnte eine empfehlenswerte mittlere Tagesdosis von 40 mg ermittelt werden. |